Die Sonneninsel Usedom inmitten der Ostsee

Zecheriner Brücke

Zecheriner Brücke

Nicht weit vom Festland entfernt öffnet mit Usedom die Sonneninsel Deutschlands ihre Pforten. Keine andere deutsche Insel zählt so viele Sonnenstunden wie das landschaftlich reizvolle Eiland. Usedom umfasst eine Fläche von 445 km² und ist damit die zweitgrößte Insel der Bundesrepublik. Schon früh avancierte sie zu einem beliebten Reisedomizil, das mit seinen mondänen Kaiserbädern zunächst die Adligen und Gutbetuchten begeisterte. Doch bevor die Berliner und der europäische Adel Usedom für sich entdeckten, war es nicht mehr als ein armes Bauern- und Fischerland. An die einstigen Kriegsstürme und die Sturmfluten erinnert in Orten wie Karlshagen und Trassenheide nur noch wenig. Usedom dient mit seinen Ostseebädern heute vornehmlich dem Vergnügen und bietet Erholungssuchenden kilometerlange Sandstrände, glamouröse Promenaden und Villen, denen es an altem Charme nicht mangelt.

Auf Usedom von Mellenthin bis zum Achterwasser

Achterwasser auf Usedom

Achterwasser auf Usedom

Während des 12. Jahrhunderts begann auf Usedom die Christianisierung Westpommerns. Doch obwohl die Insel nicht weit vom deutschen Festland entfernt ist, galt das Hinterland nicht selten als weltfern. Bei einer Reise auf Usedom begegnet man mit Mellenthin und Morgenitz immer wieder Namen, die an die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht erinnern. Tatsächlich haben sie, wie das Wasserschloss Mellenthin zeigt, etwas Magisches. Usedoms Küste wird von dem Achterwasser, dem Peenestrom und dem Kleinen Haff gleichermaßen geprägt. Sie alle hinterlassen mit den Kräften der Natur ihre ganz eigenen Spuren. Sowohl historisch als auch landschaftlich ist Usedom eine Insel der Kontraste. Während sich die Usedomer Schweiz mit einem Wechselspiel aus seichten Hügeln präsentiert, ist das Thurbruch so platt wie es für diese Gefilde Deutschlands typisch ist.

Usedom und seine kuriosen Geschichten

Seebrücke Ahlbeck

Seebrücke Ahlbeck

Usedom ist aber nun einmal auch eine Insel der Geschichten. Die Spuren der Historie lassen sich auch im Thurbruch erkennen. Das einzigartige Flachmoor wird von zahlreichen Gräben durchzogen. Einst wurde es auf Geheiß von Preußenkönig Friedrich II. entwässert. Schnell machte sich Usedom als die Badewanne der Berliner einen Namen. Doch fernab von der beeindruckenden Natur im Hinterland genossen sie vor allem das Flair der Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Noch heute ist die Seebrücke von Ahlbeck eines der Wahrzeichen der deutschen Sonneninsel. Doch wer sich auf Usedom auf Wege wagt, die abseits der bekanntesten Strecken liegen, wird in jedem Fall belohnt. Charmant und idyllisch präsentiert sich nahe dem Ostseebad Zinnowitz das Achterwasser. Auch die Urlaubsorte im Nordwesten von Usedom, zu denen allen voran Trassenheide und Karlshagen gehören, haben jene Exklusivität erhalten, mit der die Insel heute in Verbindung gebracht wird. Nicht weit von diesem exklusiven Charme entfernt liegt mit Peenemünde ein Ort, der nur wenig mit dem mondänen Gesicht von Usedom gemein hat.

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