Ückeritz

Strand

Strand

In der Mitte der Sonneninsel Usedom öffnet auf der meerabgewandten Seite der Landenge das Seebad Ückeritz seine Pforten. Auch wenn Ückeritz der Blick zur Ostsee fehlt, gehört es doch zu jenen Seebädern, die sich einen ganz besonderen Charme bewahren konnten. Ohne Zweifel hat sich der Ort bis heute eine gewisse Einfachheit erhalten. Es ist eben genau jener Traditionsreichtum, der Ückeritz noch heute zu einer Augenweide auf Usedom macht. Nur ein kleiner Teil des Seebades verfügt über unmittelbare Strandnähe. Entlang dieses Ortsablegers finden sich zahlreiche Restaurants und ein Campingplatz. Durch einen schmalen Waldstreifen wird Ückeritz seit jeher von dem langen, feinen Sandstrand entlang der Ostsee getrennt.

Geschichte von Ückeritz

Kletterwald in Ueckermünde

Kletterwald in Ueckermünde

Wie die anderen Seebäder auf Usedom blickt auch Ückeritz auf eine vergleichsweise lange Geschichte zurück. Das einstige Dorf wurde erstmals am 15. März des Jahres 1270 urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit war es in weiten Teilen noch als Ukerz bekannt. Ückeritz litt erheblich unter dem Dreißigjährigen Krieg, der auf dramatische Art seine Spuren in dem heutigen Seebad hinterließ. Bis auf wenige Einwohner wurde die Bevölkerung vollkommen ausgelöscht. Im Zuge des Westfälischen Friedens fiel Ückeritz wie ganz Pommern an Schweden. Erst nach dem Frieden von Stockholm, der am 1. Februar 1720 beschlossen wurde, wurde es schließlich preußisch. Ückeritz wuchs in den folgenden Jahren immer mehr in Richtung Ostsee. Zuvor war es nicht mehr als ein Fischerdorf am Achterwasser. Im Jahr 1892 wurde Ückeritz schließlich zum Seebad ernannt. Gegenüber den Kaiserbädern entwickelte sich der Tourismus in dem Seebad jedoch aufgrund der Logistik nur verhalten.

Ückeritz und sein Campingplatz

Achterwasser

Achterwasser

Schon vergleichsweise früh hat sich der Campingplatz zu einem Wahrzeichen von Ückeritz entwickeln können. Zu DDR-Zeiten handelte es sich bei ihm um den größten Campingplatz in Europa. Inmitten des Waldes verbarg sich zu dieser Zeit eine regelrechte Zeltstadt. Jeden Sommer wurde der Zeltplatz von Ückeritz von Tausenden Urlaubern bevölkert. Der lang gestreckte Campingplatz, der hinter den Dünen von Ückeritz einst angelegt wurde, ist noch heute zu finden. Allerdings wurde er in jüngster Vergangenheit deutlich verkleinert und erlebte eine grundlegende Modernisierung.

Der Hauptstrand von Ückeritz

Auch wenn Ückeritz nicht über einen direkten Meerblick verfügt, gehört zu dem Seebad ein kleiner Ostseestrand. Der Tourismus des Ortes konzentriert sich seit jeher auf den Zugang zum Hauptstrand. An diesem wechseln sich moderne, hübsche Holzhäuser mit Ferienwohnungen, Cafés und Souvenirläden verschiedenster Art ab. Vor allem während des Sommers muss man am Strand selbst mit reichlich Rummel rechnen. Das Seebad erstreckt sich heute beidseits der B 111. Zu den schönsten Seiten des Ortes gehört der kleine Hafen, an dem mehrere Cafés und eine Surfschule zu finden sind. Südlich von Ückeritz finden sich das Forstamt Neu Pudagla, der Usedomer Gesteinsgarten und der Kletterwald der Ostseeinsel. Er ist eine besonders beliebte Attraktion des Eilandes.

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