Zempin

Am Strand der Ostsee auf der Sonneninsel Usedom öffnet mit Zempin ein Seebad der etwas anderen Art seine Pforten. Es ist das kleinste Seebad der Ostseeinsel und begeistert seine Besucher vor allem mit seiner Lage zwischen Zinnowitz und Koserow. Zempin befindet sich an der engsten Stelle zwischen Achterwasser und Ostsee und wird so durch einen ganz besonderen Charme geprägt. Mit rund 945 Einwohnern und einer Fläche von 3,12 km² begeistert das Seebad mit einem überschaubaren Charakter, der angenehmer und einladender kaum sein könnte. Zempin präsentiert sich direkt an der Bundesstraße 111 und kann problemlos über die Bahnstrecke Ducherow-Heringsdorf-Wolgaster Fähre erreicht werden. Die legendären Usedomer Kaiserbäder Bansin, Ahlbeck und Heringsdorf liegen nur 16 km von Zempin entfernt. Das für die Vineta-Festspiele bekannte Zinnowitz befindet sich in zwei Kilometer Entfernung.

Die Historie von Zempin auf Usedom

Erstmals wurde Zempin im Jahr 1571 urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit wurde es als einfaches Bauern- und Fischereidorf beschrieben. Im Zuge des Westfälischen Friedens geriet Zempin unter schwedische Herrschaft. Zuvor war der kleine Ort Teil des Herzogtums Pommern. Im Jahr 1911 wurde Zempin mit einem Bahnanschluss ausgestattet. Schon 1908 ist es dem Deutschen Bäderverband beigetreten. Im Jahr 1933 begann man in dem Ort mit dem Bau der Seebrücke. Diese fiel jedoch schon wenige Jahre nach dem Bau dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. In der Zeit von 1943 bis 1945 nahm Zempin eine besondere Rolle in der deutschen Geschichte ein. In dem Waldgebiet, das sich zwischen dem heutigen Seebad und Zinnowitz erstreckt, wurden V1-Marschflugkörper von drei erbauten Startstellen zu Versuchszwecken gestartet. Noch heute sind in dem Wald einige Überreste der Startrampen vorhanden.

Urlaub in Zempin

Jedes Jahr wird Zempin von zahlreichen Urlaubern besucht. Viele haben die Ruhe, andere aber wiederum die Lage des kleinen Seebades schätzen gelernt. Heute finden sich in Zempin einige Sehenswürdigkeiten, die typisch für die Ostsee sind und die es lohnt zu entdecken. Einige davon stammen aus den vergangenen Jahrhunderten. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten von Zempin gehörte die Keramik- und Aquarellmalerin Rosa Kühn, die hier bis 2005 lebte. Doch auch der Schriftsteller, Maler und Grafiker Hugo Scheele lebte in Zempin. Er verbrachte die Zeit von 1921 bis zu seinem Tod in der Villa Baltica, die sich in der Waldstraße befindet.

Sehenswürdigkeiten von Zempin auf Usedom

Nicht nur die Lage auf der Insel Usedom macht Zempin heute zu einem beliebten Ziel. Sehr reizvoll sind die Sehenswürdigkeiten von dem Ostseebad. Am Zugang zum Strand in den Dünen befinden sich die Zempiner Salzhütten. Eine ist auf das Jahr 1882 datiert. In mehreren Dorfstraßen des Seebades befinden sich rund 50 Reetdachhäuser, die ein Beispiel der traditionellen Bauweise auf Usedom und in Mecklenburg-Vorpommern sind. Direkt am Achterwasser befindet sich ein Anglerhafen. An diesem trifft man auf eine große Eiche, deren Stammumfang rund 4,50 Meter beträgt. Die Eiche ist rund 350 Jahre alt. Auf halber Strecke nach Koserow trifft man in Zempin auf Lüttenort. Es ist das ehemalige Wohnhaus von dem Maler Otto Niemeyer-Holstein. Heute befindet sich in dem Haus ein kleines Museum mit Skulpturen-Garten.

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