Fischland-Darß-Zingst

Sandstrand auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Kilometerlanger Sandstrand

Fischland-Darß-Zingst gilt als schönste Halbinsel an der deutschen Küste. Mit ihren kleinen Orten und der atemberaubenden Natur scheint sie ein Kleinod abseits des Massentourismus zu sein. Heute ist Fischland-Darß-Zingst weit mehr als eine Halbinsel, die sich darin versteht ihre Urlauber zu begeistern. Bekannt ist sie auch als Nationalpark und Künstlerkolonie. Zwischen Ostsee und Bodden wartet sie mit schmucken Orten und idyllischen Sandstränden auf. Von Zeit zu Zeit wirkt Fischland-Darß-Zingst ein wenig mondän, doch die Kunst der Einfachheit scheint auf dem Eiland zu überwiegen. Einst handelte es sich bei ihr um eine Inselkette, die sich aus drei Eilanden zusammensetzte. Erst langsam wuchsen die Inseln schließlich zu der heute bekannten Kette zusammen. Mit dem Zusammenwachsen erhielten die Eilande schließlich auch eine Verbindung zum deutschen Festland.

Fischland-Darß-Zingst wächst zusammen


Vor Jahrhunderten wuchsen die drei Inseln zur heutigen Halbinsel zusammen. Zunächst war es das recht schlanke Fischland, das sich sowohl am Darß als auch am Festland fest machte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde durch Strömung nördlich von Dierhagen Land angetragen. Streng genommen gehörte Dierhagen schon damals zum Festland. Schritt für Schritt entstand zwischen Fischland und dem Festland ein festigender Sandhaken. Er wurde nur noch durch einen einzelnen Strom vom Festland getrennt. Nördlich vom heute bekannten Ahrenshoop wurde Fischland durch einen weiteren Wasserweg vom nahe gelegenen Darß getrennt. Die beiden Hansestädte Rostock und Stralsund begannen im 14. Jahrhundert mit der Versenkung mehrerer Schiffe in beiden Meerengen. Auf diesem Weg wollten sie die vorhandenen Straßen unpassierbar machen. Während dieser Zeit stand die Hanse in ihrer Blüte. Doch auch die auswärtigen Piraten erlebten ihre Blütezeit. In der Ostsee fanden die Piraten zwischen all den Buchten, Haken und Inseln vorzügliche Voraussetzungen, um ihrem Gewerbe nachzugehen.

Durch die Barrikade kam es zur Versandung der vorhandenen Ströme und die Inseln wuchsen zusammen. Zunächst waren nur Fischland und der Darß miteinander, sowie mit dem Festland verbunden. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde schließlich auch der letzte natürliche Wasserweg vollends gekappt. Die Außenküste wurde nach der ausgesprochen verheerenden Sturmflut im Jahr 1872 mit Dünen gesichert. Dadurch verlor der Prerower Strom schließlich auch seine Ostseemündung. Einst trennte er Zingst vom Darß.

Dörfer und Seebäder auf Fischland-Darß-Zingst

Nationalpark auf Fischland-Darß-Zingst

Der Nationalpark auf Fischland-Darß-Zingst

In den letzten Jahrzehnten wurde Fischland-Darß-Zingst zusehends zum beliebten Urlaubsziel an der deutschen Ostseeküste. Bekannt und populär sind heute vor allem die auf Fischland gelegenen Ostseebäder Wustrow und Ahrenshoop. Ahrenshoop wird vor allem mit der eigenen Künstlerkolonie in Verbindung gebracht. Der Darß ist im Vergleich zum Fischland wahrlich dünn besiedelt. Auf dem Darß gibt es mit Born, Wieck und dem Seebad Prerow drei Orte, die nah beieinander liegen. Sie liegen gedrängt zwischen Küste und Wald. Die Halbinsel Zingst beheimatet das gleichnamige Ostseebad. Die äußere Küstenlinie weist noch heute ein stetiges Wachstum auf. Dabei wird sie von der Strömung genährt. Der Darßer Weststrand gilt als landschaftliches Highlight von Fischland-Darß-Zingst. Über die eher spärlich bewachsenen Dünen beugen sich am Darßer Weststrand bizarre Windflüchter. Bei einem Spaziergang im Sand findet sich immer wieder herangetragenes Strandgut. Der Naturstrand ist heute Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

Ausflugsziele auf Fischland-Darß-Zingst

Bodden, Fischland-Darß-Zingst

Bodden, Fischland-Darß-Zingst

Gemeinsam mit den wachsenden Besucherzahlen erhielt Fischland-Darß-Zingst zusehends Ausflugsziele, die heute von den Besuchern angesteuert werden. An der nördlichen Außenküste liegen die Ostseebäder der Halbinsel. Sie gelten als touristische Zentren und genießen entsprechend viel Aufmerksamkeit. Ahrenshoop hat sich zum exklusivsten Ziel entwickeln können und wartet mit einer entsprechenden Preisspanne auf. Prerow ist dagegen etwas legerer und trumpft vor allem mit Familienfreundlichkeit auf. Zingst ist der größte Ort der Halbinsel und begeistert mit wahrlich gediegenem Schick. Wieck und Born weisen mit Blick auf die letzten Jahre ein rasantes Wachstum beim Tourismus auf. Fischland-Darß-Zingst lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden. Die Halbinsel verfügt über ein sehr gutes Wegenetz. Alle Orte lassen sich wochentags gemeinsam mit dem Fahrrad auch mit der Buslinie 210 erreichen. Am Wochenende fährt die Linie im Stundentakt. In fast allen Orten auf Fischland-Darß-Zingst ist das Parken verboten oder geht mit Gebühren einher. Wer gebührenfrei parken möchte, muss weit in die Seitenstraßen ausweichen. Als Tor zum Fischland hat sich Dierhagen einen Namen machen können.

Alle Bilder wurden mit freundlicher Unterstützung von:

  • © Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst
  • © Engler, Uwe / Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst

zur Verfügung gestellt.