Natur und Landschaft

Peenetal bei Anklam

Das Peenetal bei Anklam

Die Ostsee mit ihren Inseln Usedom und Rügen wird von ursprünglicher Natur und seichter Landschaft geprägt. Als kleinstes Meer der Welt ist sie bestimmendes Element im Norden und Nordosten der Bundesrepublik. Noch heute sind Natur und Landschaft die wohl attraktivsten Charakterzüge, die die Region für ihre Gäste zu bieten hat. Dabei geht das Portfolio der Landschaft weit über die Strände an der Küste hinaus. Beeindruckend schlängelt sich die Peene als „Amazonas des Nordens“ durch Mecklenburg-Vorpommern. Dagegen hinterlässt der Erlenbruch im Nationalpark Jasmund ein stimmungsvolles Waldidyll, das von seinen Details und Ursprünglichkeiten lebt. Seit Jahrzehnten wird Mecklenburg-Vorpommern landwirtschaftlich geprägt und so leben noch heute auf Hiddensee die traditionellen Rauhwolligen Pommerschen Landschafe. Die Boddenufer werden von beispiellosem Artenreichtum gekennzeichnet und bieten zahlreichen seltenen Vogelarten einen Zufluchtsort. Zweimal im Jahr präsentieren sie sich mit dem Vogelzug mit einem besonderen Höhepunkt. Tausende Kraniche, Wild- und Graugänse rasten in Deutschlands Nordosten auf ihrem Weg nach Süden und zurück in ihre Heimat.

Ausgedehnte Waldgebiete an der Ostsee

Die Ostsee und ihre Waldgebiete

Waldgebiet an der Ostsee

Nicht nur die Ostsee prägt Rügen, Usedom und Hiddensee, sondern auch die zahlreichen Waldgebiete sind für die Region bestimmend. An der deutschen Ostseeküste gibt es gut erhaltene Wälder, die während des Sommers Schatten spenden und zu Wanderungen und Radtouren einladen. Bekannte und große Waldgebiete finden sich in der Rostocker Heide, im Nationalpark Jasmund, in der Granitz und auf dem beliebten Darß. Selbst die Usedomer Schweiz wartet mit abwechslungsreichen Wäldern auf. Entlang der Felder werden die Straßen, die von Dorf zu Dorf führen, von zahlreichen langen Alleen gesäumt. Sie sind typisch für Mecklenburg-Vorpommern. Die meisten Alleen wurden bereits im 19. Jahrhundert angelegt. Ulmen, Kastanien, Pappeln und Linden säumen die meist mit Kopfsteinpflaster versehenen Straßen. Ein besonderes Schauspiel sind die Felder. Viele landwirtschaftliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern haben inzwischen auf den ökologischen Landbau umgestellt. Dadurch werden Weizenfelder, wie sie auf dem Festland in großer Zahl zu finden sind, immer häufiger von Mohn- und Kornblumen durchzogen.

Zwei Naturräume voller Gegensätze

Entlang der Ostsee, sowie auf Usedom und Rügen gibt es zwei Naturräume, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite steht die genügsame Vegetation, die zum Beispiel an den Kreidefelsen zu finden ist. Sie kommt mit den kargen und nährstoffarmen Böden aus. Teilweise entwickelt sie sich aber auch zu den für die Region typischen Dünenheiden und säumt in Gestalt von Trocken- und Magerrasen sanfte Hügel. Ihr stehen die bekannten Salzwiesen gegenüber. Dieser Naturraum kann weder klar als Meer noch als Land definiert werden. Die norddeutschen Salzwiesen entstehen vordergründig dort, wo sich das Marschland erstreckt. Es liegt zwischen Land und Meer und wird regelmäßig von der Ostsee überflutet. Auf dem salzreichen sumpfigen Boden herrscht eine ganz eigene Vegetation. Die Salzwiesen dienen als Feuchtgebiete außerdem als Rückzugsraum für zahlreiche Vogelarten.

Nationalparks und Biosphärenreservate an der Ostsee

An der Ostsee und auf den Inseln Usedom und Rügen finden sich heute einige Nationalparks und Biosphärenreservate. Trotz des Tourismus hat sich die deutsche Ostseeküste ein Stück ihrer ursprünglichen Natur bewahren können. Den nachhaltigen Schutz der außergewöhnlichen Landschaften hat Mecklenburg-Vorpommern bis heute schlichtweg einem umweltpolitischen Husarenstück zu verdanken. Hannes Knapp, Michael Succow, Matthias Freude und Lebrecht Jeschke ist es in den letzten Tagen der DDR noch gelungen, im Handstreich viele Landschaften des Bundeslandes unter strengen Naturschutz zu stellen. Dabei fiel die Auswahl der Landschaften gewissermaßen locker aus.

Mit einem Stift markierten sie auf der Landkarte jene Landstriche, die den besonderen Schutz genießen sollten. Mit beachtlichem Engagement widmeten sie sich schließlich der Umsetzung des Vorhabens. Ihnen gelang es weitere wichtige Köpfe von der Idee zu überzeugen. Unter ihnen befand sich zu dieser Zeit auch Umweltminister Klaus Töpfer. Er entschloss sich das umfangreiche Unternehmen in Deutschlands Nordosten zu unterstützen. Später beschrieb Töpfer die Einrichtung eben dieser Schutzgebiete immer wieder als Tafelsilber der Deutschen Einheit.

Im Rahmen der letzten Ministerratssitzung der DDR beschlossen die anwesenden Minister, dass in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 12 Gebiete unter Schutz gestellt werden sollten. Zu den bekanntesten Schutzgebieten zählen heute der Nationalpark Vorpommersche-Boddenlandschaft mit dem Darß, der auf Rügen gelegene Nationalpark Jasmund, der heute das kleinste Schutzgebiet dieser Art in Deutschland ist und das Biosphärenreservat Südost-Rügen. Durch letzteres wird das Gebiet angefangen von der Granitz bis hin nach Putbus unterstützt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>