Camping an der Ostsee

Campingplatz bei Malchin

Campingplatz bei Malchin

Die deutsche Ostseeküste ist bundesweit eines der beliebtesten Ziele fürs Camping. Zu DDR-Zeiten nahm Mecklenburg-Vorpommern im Campingurlaub eine Schlüsselposition ein. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands sind viele Campingplätze an der Ostsee erhalten geblieben. Heute werden sie von Jugendlichen, Familien und Senioren gleichermaßen genutzt. Neben ausgewiesenen Campingplätzen gibt es viele Ferienanlagen, die Stellplätze für Wohnwagen anbieten. Dank geringerer Preise sind sie eine beliebte Alternative zu den in der Hochsaison teuren Hotels und Ferienhäusern. In den 1990er-Jahren verlor das Campen zeitweise an Beliebtheit. Viele Menschen, vor allem aber Ostdeutsche selbst, haben den Urlaub im Hotel dem beschaulichen Aufenthalt auf dem Campingplatz vorgezogen. Gleichzeitig setzte aber auch ein stetig steigender Tourismus ein. Wachsende Gästezahlen sorgten dafür, dass die Preise für Hotels, Pensionen und Ferienhäuser in die Höhe schnellten. Mit den steigenden Preisen erlebten die Campingplätze eine Wiedergeburt.

Aufwendige Modernisierungen

Wohnmobilstellplatz auf Usedom

Wohnmobilstellplatz auf Usedom

Heute können die Plätze, die für das Camping an der Ostsee in Deutschlands Norden bereitstehen, nicht mehr mit den Anlagen von einst verglichen werden. Viele Zeltplätze an der Küste wurden in jüngster Vergangenheit aufwendig modernisiert. Urlaubern steht heute ein großes Maß an Komfort zur Verfügung. Sanitäre Einrichtungen und Gemeinschaftsräume sind Bestandteil der Grundausstattung. Besonders populär sind Campingplätze auf Rügen und Usedom. Auf Usedom liegt in Ückeritz einer der bekanntesten Campingplätze des Nordostens. Mecklenburg-Vorpommern wurde für die zahlreichen Möglichkeiten, die für den Urlaub in der Natur bereitstehen, mit dem Siegel des CTJ ausgezeichnet. Heute verfügt das Land über mehr als 170 Campinganlagen unterschiedlicher Größe. Urlauber können rund 24.000 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile nutzen. 2006 haben insgesamt rund 790.000 Besucher die Angebote der Campingplätze in Anspruch genommen. Die Anlagen verzeichneten 3,35 Millionen Übernachtungen. Im Vergleich zu 2005 wurde 2006 ein Plus von 2,6 Prozent erzielt. 2011 und 2012 wurden die Campingplätze in ihrer Entwicklung vom verregneten Sommer gebremst.

Beachtliche Investitionen

Zeltplatz bei Malchin

Zeltplatz bei Malchin an der Mecklenburgische Seenplatte

Ab den 1990er-Jahren flossen erhebliche Investitionen in die Campingplätze an der Ostsee. Mit rund 110 Millionen Euro wurden Modernisierungen und Aufwertungen gestemmt. Mit dem Geld wurden auf dem Festland und den Ostseeinseln Campingplätze geschaffen, die über Seeblick und 5-Sterne-Komfort verfügen. Die Comfort-Campingplätze bieten eine umfangreiche Ausstattung. Im Sommer lohnt es sich auf die Campingplätze im Landesinneren auszuweichen. Sie bieten meist günstigere Preise und  mehr Ruhe und Abgeschiedenheit. Die meisten Zeltplätze, die an der Ostsee zu finden sind, werden von Wald, Strand und Wiesen eingebettet. Oft befinden sie sich in der Nähe von Urlaubsorten wie den Kaiserbädern oder den Seebädern Sellin und Binz. Auf einigen Campingplätzen finden sich neben Stellplätzen Blockhäuser und Ferienwohnungen.

Hunderte Campingplätze

Schätzungsweise kann an der gesamten Ostseeküste zwischen rund 250 Campingplätzen gewählt werden. Im Sommer locken sie mit kleinen Festen und eigenen Veranstaltungen. Einer der luxuriösesten Campingplätze befindet sich im Seebad Karlshagen auf Usedom. Das Dünencamp begeistert mit dem Komfort eines 5-Sterne-Hotels. Der Campingplatz befindet sich direkt am Karlshagener Strand und begeistert mit einer Vielzahl von Freizeitangeboten. Es gibt einige Zeltplätze, die sich auf Familien mit Kindern spezialisiert haben. Zu ihnen gehört der Campingplatz „Hohes Ufer“ in Ostermade. Er befindet sich vor dem Tor zu Fehmarn. Naturverbundenheit steht dagegen auf dem Naturcampingplatz Ückeritz im Fokus. Er erstreckt sich nur einen Steinwurf vom herrlichen Sandstrand entfernt.

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